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Gemessen am Bruttosozialprodukt ist Madagaskar eines der zehn ärmsten Länder der Welt. Rund drei Viertel der ca. 18 Mio. Einwohner Madagaskars leben unter der Armutsgrenze, d.h. mit weniger als einem US$ pro Tag. Die Bevölkerung ist zu 75% in der Landwirtschaft tätig. Sie ernährt sich seit Jahrhunderten von dem, was der eigene Grund und Boden hergibt. Durch das starke Bevölkerungswachstum (ca. 3% pro Jahr) wird das immer schwieriger.
Vergleich: Madagaskar - Schweiz
| Schweiz | | Madagaskar |
| 39'980 US$ | Bruttosozialprodukt/Einw. | 260 US$ |
| 242'034 Mio. US$ | Bruttoinlandprodukt | 3'640Mio. US$ |
| 41'284 km² | Fläche | 587'041km² |
| 7,2 Mio | Bevölkerung | 16,4 Mio |
| 76 (m)82 (w) | Lebenserwartung | 53 (m)55 (w) |
| 1,38 Geburtenpro Frau | Fruchtbarkeitsrate | 5,68 Geburtenpro Frau |
| 0,5 % | Säuglingssterblichkeit | 9,1% |
| unter 5 % | Analphabetenrate | 26,4 % (m) 40,3 % (w) |
| 527 Kfz pro 1000 Einw. | Motorisierung | 8 Kfz pro 1000 Einw. |
Quellen:
Mario von Bratta (Hrsg.): Der Fischer Weltalmanach (2002), Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag
Hans Ulrich Kägi: Madagaskar (2003), rano-Verlag, Brütten
Madagaskar ist materiell arm, aber kulturell reich. 18 verschiedene Volksstämme leben friedlich zusammen. Es besteht eine grosse kulturelle Vielfalt in Bezug auf Sprache, Kleidung, Musik, Sitten und Gebräuche. Wenn ein Fremder ("vazaha") das Land bereist, begegnen ihm die Madagassen mit grosser Offenheit, Freundlichkeit, Herzlichkeit. Gewalt und Agression begegnet man kaum. Neben der einzigartigen Natur machen die Menschen Madagaskar zu einem einmaligen Land.
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Hütten auf dem Hochland
Kinder in Madagaskar
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